Sachbezüge Mitarbeiterboni
Sachbezug 44 Euro – Klarstellung des BMF zum §8 EStG endlich da:
mit dem BMF Rundschreiben vom 13.04.2021 kamen die Details

Die mit Spannung erwartete Klarstellung des BMF zum §8 EStG mit den Änderungen vom 1.1.2020 in Bezug auf Sachbezugskarten und Gutscheine ist endlich da. Hier gehts zum BMF Rundschreiben vom 13.4.2021

Bis zuletzt hofften vor allem die Anbieter von Sachbezugs-Karten auf eine freiere Auslegung der Änderung des §8 EStG. Doch das Bundesministerium für Finanzen bestätigte in seinem Rundschreiben alle Details der Gesetzesänderung zum 1.01.2020. Für die notwendigen großen Einschränkungen haben die Anbieter der Sachbezugs Kredit und Debit Karten, sowie Gutscheinen, Zeit bis zum 31.12.2021. Nur mit diesen gravierenden Änderungen bleiben 44€ (ab 2022 50€) Zahlungen weiterhing gesetzlich anerkannter Sachbezug.

FAZIT:
Vor allem die Sachbezugskarten in der heutigen Form entsprechen demnach ab 2022 nicht mehr den Anforderungen der Finanzbehörden an einen steuerfreien Sachlohn. Sie müssen verändert werden, um ihre Anerkennung weiterhin zu behalten. Das gilt auch für die Nutzung als Sachbezug nach §37b mit pauschaler Versteuerung.

Ob Geldkarten dann noch für Arbeitgeber und Mitarbeiter einfach zu verwenden sind bleibt abzuwarten.

Für Unternehmen steht also kurzfristig die Entscheidung an, ob sie Ihre Mitarbeiter in einem eingeschränkten Sachbezugskarten System belassen wollen oder ein flexibles Gutschein System als Alternative nutzen möchten.

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Sachbezug 44 Euro – Klarstellung des BMF zum §8 EStG endlich da,
die DETAILS:
Bei den Einschränkungen gibt es zwei Möglichkeiten, von denen mindestens eine realisiert werden muss. Diese stammen aus der im §8 EStG geschaffenen Verbindung zum Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG):

Möglichkeit 1 ist die in § 2 Absatz 1 Nummer 10 Buchstabe a ZAG beschriebene begrenzte Anzahl von Akzeptanzpartnern, bzw. Einsatzstellen für Geldkarten und Gutscheine, bei denen eine Nutzung stattfinden darf. Die nachfolgend definierte Anforderung wird für viele Anbieter nur schwer zu realisieren sein.

Anforderungen § 2 Absatz 1 Nummer 10 Buchstabe a ZAG laut BMF Rundschreiben:

a) Gutscheine oder Geldkarten, unabhängig von einer Betragsangabe, die berechtigen, ausschließlich Waren oder Dienstleistungen vom Aussteller des Gutscheins aus seiner eigenen Produktpalette zu beziehen.; der Sitz des Ausstellers sowie dessen Produktpalette sind insoweit nicht auf das Inland beschränkt

b) Gutscheine oder Geldkarten, unabhängig von einer Betragsangabe, die berechtigen, ausschließlich Waren oder Dienstleistungen aufgrund von Akzeptanzverträgen zwischen Aussteller/Emittent und Akzeptanzstellen bei einem begrenzten Kreis von Akzeptanzstellen im Inland zu beziehen (zur Abgrenzung siehe Rdnr. 23),

Beispiele zu dieser gesetzeskonformen Nutzung von Karten und Gutscheinen:

– wieder aufladbare Geschenkkarten für den Einzelhandel
– Shop-in-Shop-Lösungen mit Hauskarte
– Tankgutscheine oder -karten eines einzelnen Tankstellenbetreibers zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen in seiner Tankstelle, von einer bestimmten Tankstellenkette (einem bestimmten Aussteller) ausgegebene Tankgutscheine oder -karten zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen in den einzelnen Tankstellen mit einheitlichem Marktauftritt (z. B. ein Symbol, eine Marke, ein Logo); die Art des Betriebs (z. B. eigene Geschäfte, im Genossenschafts- oder Konzernverbund, über Agenturen oder Franchisenehmer) ist unerheblich
– ein vom Arbeitgeber selbst ausgestellter Gutschein (z. B. Tankgutschein, hierzu zählt auch eine Berechtigung zum Tanken), wenn die Akzeptanzstellen (z. B. Tankstelle oder Tankstellenkette) aufgrund des Akzeptanzvertrags (z. B. Rahmenvertrag) unmittelbar mit dem Arbeitgeber abrechnen
– Karten eines Online-Händlers, die nur zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen aus seiner eigenen Produktpalette (Verkauf und Versand durch den Online-Händler) berechtigen, nicht jedoch, wenn sie auch für Produkte von Fremdanbietern (z. B. Marketplace) einlösbar sind
– Centergutscheine oder Kundenkarten von Shopping-Centern, Malls und Outlet-Villages, City-Cards“, Stadtgutscheine

Möglichkeit 2 ist die Gewährung von Gutscheinen oder Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen bei dem Arbeitgeber oder bei einem Dritten berechtigen und zudem unter lohn- und einkommensteuerlicher Auslegung die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 Buchstabe b ZAG erfüllen:

Anforderungen § 2 Absatz 1 Nummer 10 Buchstabe b ZAG laut BMF Rundschreiben:

Gutscheine oder Geldkarten, unabhängig von einer Betragsangabe, die nur berechtigen, Waren oder Dienstleistungen ausschließlich aus einer sehr begrenzten Waren- oder Dienstleistungspalette zu beziehen (auf die Anzahl der Akzeptanzstellen und den Bezug im Inland kommt es deshalb hier nicht an)

Beispiele zu dieser gesetzeskonformen Nutzung von Karten und Gutscheinen:

Gutscheine oder Geldkarten mit folgende Eingrenzung sind ab 1.01.2022 weiterhin als Sachbezug nutzbar für:

– den Personennah- und Fernverkehr (z. B. für Fahrberechtigungen, Zugrestaurant, Park&Ride-Parkgelegenheiten) einschließlich bestimmter Mobilitätsdienstleistungen (z. B. die Nutzung von (Elektro-)Fahrrädern, Car-Sharing, E-Scootern)
– Kraftstoff, Ladestrom etc. („Alles, was das Auto bewegt“)
– Fitnessleistungen (z. B. für den Besuch der Trainingsstätten und zum Bezug der dort angebotenen Waren oder Dienstleistungen), •Streamingdienste für Film und Musik
– Zeitungen und Zeitschriften, einschließlich Downloads, •Bücher, auch als Hörbücher oder Dateien, einschließlich Downloads
– die Behandlung der Person in Form von Hautpflege, Makeup, Frisur und dergleichen (sog. Beautykarten)
– Bekleidung inkl. Schuhe nebst Accessoires wie z. B. Taschen, Schmuck, Kosmetika, Düfte (sog. Waren, die der Erscheinung einer Person dienen)
– Produkten und Dienstleistungen rund um das Tier (Tierbedarf und –nahrung) gegeben

Hierbei handelt es sich um Beispiele, weitere Produktkategorien eines sehr begrenzten Warenspektrums sind möglich, wie die letzte aus dem ZAG Merkblatt stammende Kategorie zeigt.

Vor allem die Sachbezugskarten in der heutigen Form entsprechen demnach ab 2022 nicht mehr den Anforderungen der Finanzbehörden an einen steuerfreien Sachlohn. Sie müssen verändert werden, um ihre Anerkennung weiterhin zu behalten. Das gilt auch für die Nutzung als Sachbezug nach §37b mit pauschaler Versteuerung.
Ob Geldkarten dann noch für Arbeitgeber und Mitarbeiter einfach zu verwenden ist bleibt abzuwarten.

Für Unternehmen steht also kurzfristig die Entscheidung an, ob sie Ihre Mitarbeiter in einem eingeschränkten Sachbezugskarten System belassen wollen oder ein flexibles Gutschein System als Alternative nutzen möchten.

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